skip to Main Content

Umwidmungspläne für das Sehn-Herzer-Gelände

12. August 2018 – Die Unabhängigen unterstützen Umwidmungspläne für das Sehn-Herzer-Gelände


Viel Platz für Eigenheime bietet sich dort, wo heute inoffiziell LKW´s parken
Bild © M. Trittelvitz

„Die Stimmung war anfangs gedrückt, aber auch erwartungsvoll, als man sich mit den Anwohnern vor der ehemaligen Betonsteinfabrik in der Blieskasteler Straße getroffen hat“, so der Vorsitzende der Unabhängigen, Wolfgang Weisgerber nach der Veranstaltung. „Man hat gemerkt, dass sie seit einiger Zeit dort einiges mitmachen und ihre Wohnqualität durch nächtliches LKW-Parken eingeschränkt wird. Zu spüren war zudem ein gewisses Misstrauen. Beides kann natürlich so nicht bleiben!“

Lösungsansätze, die die Verwaltung und der Oberbürgermeister angehen wollen, gibt es zwei: zunächst soll das Gespräch mit dem Eigentümer Andreas Herzer gesucht werden, um vielleicht schon ganz kurzfristig dem LKW-Parken und den einhergehenden Nebenwirkungen einen Riegel vorzuschieben. Das Gelände verfügt nämlich über eine Schranke, die man nachts herunterlassen könnte. Und Alternativflächen auf dem unweit gelegenen, jedoch von Wohnbebauung isolierten Gewerbegebiet gibt es ebenfalls. Eine unter Umständen notwendige Unterlassungsverfügung, die die zuständigen Aufsichtsbehörden erlassen müssten, ließe sich auf diesem Weg ebenfalls vermeiden. „Wir haben bei OB Hans Wagner nachgefragt und sind zuversichtlich, dass da schnell was passiert.“

Ein ganz andere und vor allem längerfristige Lösung kann sich aus Plänen ergeben, mit denen sich Eigentümer Herzer und die Verwaltung völlig unabhängig von den Parkvorgängen beschäftigen: Zusammen mit einem Bauträger will man das großflächige Gelände nämlich umnutzen lassen – vom Gewerbe- hin zum Wohngebiet mit Einfamilienhäusern in aufgelockerter Bauweise. „Ein Plan, der uneingeschränkt die Unterstützung der Unabhängigen findet“, sagt Michael Trittelvitz als Chef seiner Stadtratsfraktion. Überrascht und zugleich erleichtert war Trittelvitz darüber, dass die Anwohner genau dies ebenfalls unterstützen wollen – sogar mit Unterschriftenlisten an die Adresse des Stadtrates: „Wenn ich mir überlege, das an anderen Stellen in der Stadt Bürgerinitiativen gebildet werden, um Wohnbebauung möglichst zu vermeiden, dann überrascht die Reaktion hier schon. Und die erhöhen die Chancen auf eine Umsetzung des Wohnflächenprojekts enorm: Denn im dazu notwendigen Ziel-Abweichungs- und Antragsverfahren bei der Landesplanung in Saarbrücken findet natürlich auch eine Interessenabwägung für alle Betroffenen statt“, so der Unabhängige.

Gewonnen hat bei der Sache jedoch schon eines, sind sich Weisgerber und Trittelvitz einig: das Verhältnis Einwohner zu Verwaltung. „Die Veranstaltung war ein schönes Beispiel dafür, dass Bürger und ihre Stadtverwaltung an einem Strang ziehen können, und zwar vertrauensvoll. Zumindest dann, wenn nicht wie an anderen Stellen geschehen, politisch motivierte und als Information deklarierte Dinge stattfinden, völlig ohne Einbeziehung des Fachwissens der Bauverwaltung und der Stadtplanung. Wir können uns noch gut an eine Picknickdecken-Veranstaltung der CDU in der Pfuhlwiese erinnern“, so Weisgerber. „Da wurde mit falschen Ankündigungen und Behauptungen gezielt Misstrauen erzeugt. Das hat dem Verhältnis zwischen den Anwohnern und den Mitarbeitern in der Verwaltung enorm geschadet. Das verloren gegangene Vertrauen kann von der Verwaltung nur mühsam wieder aufgebaut werden kann. Dies bedeutet für eine Stadt letztlich auch ein Verlust an positiver Energie, die man sinnvoller in Projekte investieren könnte.

Back To Top